Donnerstag, 1. Dezember 2011

Steigende Preise spielen in der Finanzplanung keine Rolle


Vorsorgesparer blenden Inflation aus
 
Beim Vorsorgesparen blenden die Deutschen das Thema Inflation aus – obwohl die Preissteigerungsrate 2011 ein Drei-Jahres-Hoch erreichte. Aktuell schaut nicht einmal jeder achte Deutsche bei seiner Vorsorgeplanung auf den Effekt steigender Preise, so eine bundesweite Analyse der Postbank. Demnach sagen nur zwölf Prozent aller Bürger ab 16 Jahren, dass sie die Inflation beim Sparen fürs Alter berücksichtigen. Mit 53 Prozent erklärt mehr als die Hälfte, dass "dies für mich keine Rolle spielt".

Und ein gutes Drittel (35 Prozent) hat sich darüber lediglich "schon mal Gedanken gemacht". Allein in Deutschland wird die Preissteigerung 2011 mit 2,4 Prozent so stark sein wie zuletzt 2008. 2009 hatten noch 15 Prozent der Deutschen angegeben, die Inflation zu berücksichtigen. Und von allen Berufstätigen, die mehr fürs Alter vorsorgen wollten, waren es sogar 18 Prozent. In beiden Gruppen ist der Anteil 2011 auf 12 Prozent gefallen. Unter jungen Berufstätigen bis 29 Jahre wollen dies aktuell sogar nur noch neun Prozent einplanen.

Wie gefährlich gerade für junge Berufstätige ein Ausblenden der Inflation sein kann, zeigt eine Rechnung der Postbank für eine durchschnittliche Inflationsrate in Höhe von 2,5 Prozent: Möchte ein heute 30-Jähriger beim Eintritt in den Ruhestand mit 67 Jahren nach heutiger Kaufkraft über monatlich 1500 Euro verfügen, dann muss er so vorsorgen, dass ihm im Alter das Zweieinhalbfache, nämlich 3740 Euro, zur Verfügung steht.

Berufstätige mit Abitur und Studium scheinen diesen Effekt noch am ehesten zu sehen. Laut Postbank Analyse sagt unter ihnen heute fast jeder Vierte, die Inflation beim Vorsorgesparen zu berücksichtigen. Dies sind doppelt so viele wie in der Gesamtbevölkerung. Dagegen sind es bei Berufstätigen mit einfacher Schulausbildung nur sieben Prozent und somit nur rund halb so viele wie unter allen Deutschen insgesamt. Quelle: Kurs-Magazin

1 Kommentar:

  1. Ich verstehe das nciht so ganz. ES ist doch Aufgabe der Finanzberater ihren Kunden genau solche Themen vor Augen zu führen. Es macht doch beispielsweise als Anlage keinen Sinn, wenn ich eine Lebensversicherung mit einer garantierten Rendite unterhalb der Iflationsarte abschließe. Das heißt doch nichts anderes als dass man mir in jedem Fall garantiert, dass ich Geld verliere ...

    Erni

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