Montag, 22. August 2016

ThomasLloyd und IFC unterzeichnen die endgültigen Darlehensverträge in Höhe von 161 Millionen US-Dollar für die Finanzierung von Biomasse-Kraftwerken auf den Philippinen


London, 19. August 2016. ThomasLloyd CTI Asia Holdings Pte Ltd, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des ThomasLloyd SICAV-SIF-Cleantech Infrastructure Fund, sowie die International Finance Corporation (IFC), ein Mitglied der Weltbankgruppe, unterzeichneten heute mit Unterstützung der kanadischen Regierung, des Fonds für saubere Technologie (Clean Technology Fund, CTF) und der Firmen Bronzeoak Philippines Inc und WBE (Hong Kong) International Green Energy Limited die endgültigen Darlehensverträge in Höhe von 161 Millionen US-Dollar für die Finanzierung von 70-MW-Biomasse-Kraftwerken auf der philippinischen Insel Negros Island. Das Projektportfolio umfasst San Carlos Biopower Inc, South Negros  Biopower Inc and North Negros Biopower Inc.

In den von ThomasLloyd als dem größten Geldgeber finanzierten Kraftwerken in den Städten Manapla, San Carlos und La Carlota wird Strom aus Zuckerrohrabfällen erzeugt. Dabei kommt ein kohlenstoffemissionsarmes Verfahren zum Einsatz, das als Wirbelschichttechnik bekannt ist. Bevor man die Nützlichkeit von Zuckerrohrabfällen als Brennstoff für Biomassekraftwerke erkannt hatte, wurden diese einfach auf den Feldern verbrannt. Diese Praxis trug zusätzlich zur Luftverschmutzung bei.

Diesbezüglich sagte Tony Coveney, Managing Director und Head of Project Finance bei der ThomasLloyd Group: „ThomasLloyd ist sehr erfreut, dass die IFC sich an diesen Investitionen beteiligt. Durch die Verwertung lokaler Zuckerrohrabfälle bietet dieses Projekt eine gewinnbringende Entwicklung für alle Projektbeteiligten und ganz besonders für die lokale Bevölkerung.“

Michael Sieg, Chairman und CEO der ThomasLloyd Group, fügt hinzu: „Wir haben unsere Investitionen auf den Philippinen in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut. Das Mandat mit der IFC gibt uns zusätzliche Möglichkeiten, unsere Pläne für die Realisierung weiterer Kraftwerke auf den Philippinen zu verwirklichen. Dies wird weiteres wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand insbesondere für ländliche Regionen bringen und die Umwelt signifikant schonen.“

IFC Country Manager, Yuan Xu kommentierte: „Energie ist für die Entwicklung des Landes von zentraler Bedeutung und die Philippinen müssen ihre Energiequellen weiter diversifizieren und sichern. Die Nutzung von landwirtschaftlichen Abfällen für die Erzeugung von Biomasse-Energie ist eine nachhaltige Methode, wirtschaftlichen Nutzen zu schaffen und dabei gleichzeitig die Umwelt zu entlasten.“

Die Beteiligung des Fonds für saubere Technologie sowie der kanadischen Regierung im Rahmen ihres IFC-Canada Climate Change Program hat dazu beigetragen diese Investition tragbar zu machen. Bisher hat Kanada 271 Mio. kanadische Dollar in das Programm einfließen lassen. Gefördert werden dadurch Investitionen in den Klimaschutz, die Entwicklungsländern signifikante Umwelt- und Wirtschaftsvorteile ermöglichen. 

„Wir freuen uns, innovative Projekte in anderen Ländern zu unterstützen, die bei der Reduzierung der weltweiten Treibhausgasemissionen helfen. Durch unsere Partnerschaft mit der IFC stellt die kanadische Regierung Gelder bereit, die nicht nur den Ausbau erneuerbarer Energien ermöglichen, sondern auch die Schaffung umweltfreundlicher Arbeitsplätze fördern“, sagte die kanadische Ministerin für Umwelt und Klimawandel, Catherine McKenna. 

Neben den Darlehen aus Kanada und dem Fonds für saubere Technologie, mobilisiert die IFC auch finanzielle Unterstützung durch das Managed Co-Lending Portfolio Program, eine neue Syndizierungsplattform, die institutionellen Anlegern die Möglichkeit zu einer passiven Beteiligung am zukünftigen Portfolio der IFC an erstrangigen Darlehen eröffnet.

Die drei Kraftwerke werden erwartungsgemäß von dem staatlichen Einspeisevergütungstarif für Biomasse der philippinischen Energy Regulatory Commission profitieren. Dieser Tarif ist verfügbar für Energieproduzenten mit einer Biomassekapazität von bis zu 250 MW.